Warum nicht von Australien lernen?

By Australian Government - Australian Customs and Border Protection Service (http://www.customs.gov.au/) [CC BY-SA 3.0 ], via Wikimedia Commons

 

Australien unterzeichnet nicht den Globalen Migrations-Pakt der UNO

Einwanderungsländer wie die USA und Australien haben sich vom »Globalen Pakt für Migration und Flüchtlinge« der Vereinten Nationen distanziert. Sie sind ausgestiegen. Dabei handelt es sich doch gerade um die beiden klassischen großen Einwanderungs-Nationen. Doch genau dies ist der Grund, warum deren Argumente besonders beachtenswert sind. Denn beide Länder haben Erfahrungen mit unterschiedlichsten Einwanderungswellen gemacht.

Australien hatte aufgrund seiner Erfahrungen die Einwanderungspolitik konsequent umgekrempelt. Die Bedingungen für Einwanderer sind strenger geworden. Es werden nur Personen mit bestimmten Berufen und besonderen Qualifikationen ins Land gelassen. Sogar Alter und Vermögen spielen eine Rolle. All diese Faktoren werden in ein Punktesystem umgerechnet, das entscheidet, ob jemand einwandern darf oder nicht.

Auch in Bezug auf die Asyl- und Flüchtlingspolitik hat Australien seine Politik geändert. Nachdem über viele Jahrzehnte Wirtschaftsmigranten und Flüchtlinge mit Booten von Südostasien über das Meer kamen, ist Australien schließlich zu einer »No Way«-Politik übergegangen. Dies alles wurde ab 2013 mit der »Operation Sovereign Border« eingeführt. Die Zahl der Migranten, die per Boot nach Australien kamen, ist seitdem drastisch gesunken.