Studie: 40% der überprüften »minderjährigen« Flüchtlinge nannten falsches Alter

Foto: Gémes Sándor/ SzomSzed/ CC BY-SA 3.0

Focus-Bericht zu einer Studie der Rechtsmedizin in Münster

Wie »Focus-Online« berichtete, haben viele – angeblich »minderjährige« – Flüchtlinge ihr Alter falsch angegeben. Nach einer Studie der Rechtsmedizin in Münster im Auftrag von Jugendämtern und Gerichten haben in rund 40 Prozent der untersuchten Fälle die Flüchtlinge ein falsches Alter genannt.

Viele Migranten, die nach Deutschland als »unbegleitete minderjährige Flüchtlinge« gekommen sind, waren zum Zeitpunkt ihrer Ankunft tatsächlich schon älter. Dies haben die forensischen Untersuchungen des rechtsmedizinischen Institutes der Universität Münster anhand von 600 Stichproben ergeben. Für diese Nachuntersuchungen waren sämtliche Altersgutachten des Instituts zwischen 2007 und 2018 analysiert worden.

Viele nannten wohl ein jüngeres Alter, um einen besonderen Schutzstatus zu erhalten. Die meisten Betroffenen kamen aus Afghanistan, Eritrea, Algerien und Guinea. Sie kamen in der Regel ohne Papiere an. Die Altersbestimmungen haben auch in anderer Hinsicht eine hohe Relevanz, denn sie sind für strafrechtliche Fragen von hoher Bedeutung.