Muslimische Politikerin bezeichnet Brand von Notre Dame als göttliche Fügung

Foto: qs.ca

Allahs Antwort auf das Verbot der Vollverschleierung in Frankreich

Eve Torres ist Muslima, Politikerin und Mitglied der Solidaire-Gemeinschaft (QS) im kanadischen Quebec. Für sie ist der Brand von Notre Dame eine göttliche Fügung, die Antwort auf das in Frankreich 2010 ergangene Verschleierungsverbot. Dieses Verbot habe, so Torres, den Zorn Allahs heraufbeschworen, der Brand sei das Ergebnis dieses Zorns.

Torres geht in ihren Ausführungen noch weiter und droht unverhohlen mit weiteren Anschlägen in dieser Art: »Ich würde Feuerwehrleute in der Basilika Notre-Dame in Montreal schlafen lassen«, schreibt sie. Die Aussage impliziert, dass man dort auch einen Brandanschlag verüben könne, so wie er auf die St. Patrick Kathedrale in New York City gerade noch verhindert werden konnte.

Die Co-Sprecherin von QS, Manon Massé, versuchte im Nachlauf der Äußerungen von Torres, die Wogen der Entrüstung zu glätten. Sie, Massé, distanziere sich von derlei geschmacklosen Aussagen. Sie sei sehr beunruhigt über den Tonfall, den Torres hier an den Tag gelegt habe.

Auch Torres, die von Muslimen weltweit in den sozialen Netzwerken für ihre Worte gefeiert wird, musste andererseits aber auch einen von vielen anderen Menschen initiierten veritablen Shitstorm über sich ergehen lassen. Halbherzig und wenig glaubhaft versuchte sie nun, nachdem sie von ihrer Sprecherin zurückgepfiffen wurde, ihre Auslassungen als »Scherz« darzustellen.