Merkel-Regierung erweitert massiv den Familiennachzug

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Einreise für alle

Deutschland wird in naher Zukunft wieder Menschen geschenkt bekommen, wie einst Karin Göring-Eckardt von den Grünen verkündet hatte. Den Weg dafür frei gemacht hat die Merkel-Regierung, die vor wenigen Tagen beschloss, den fast unbegrenzten Familiennachzug von Nicht-EU-Bürgern zu ihren in Deutschland lebenden Verwandten zu ermöglichen.

Bisher war dieser Nachzug nur nahen Angehörigen erleubt, Mitgliedern der sogenannten Kernfamilie. Also Elternteile, Geschwister oder Kinder. Doch nach Beschluss von Merkel und Co. reicht zukünftig das »Naheverhältnis«, welches auch Onkel, Tanten, Neffen, Nichten und andere Familienangehörige umfasst. Sogar »dauerhafte Lebensgefährten«, die weder eingetragene Ehegatten, noch Lebenspartner sind, Pflegekinder, an Kindes statt angenommene Minderjährige und noch etliche andere Personengruppen fallen unter diesen Nahbereich. Auch die Einreise zur Pflege eines in Deutschland lebenden Angehörigen ist demnach möglich.

Laut Beschluss müsse eine unter diesen erweiterten Bestimmungen nach Deutschland einreisende Person »gegebenenfalls« zwei Jahre lang Unterhalt vom Partner in Deutschland erhalten haben oder beide müssen längere Zeit zusammengelebt haben. Wer das überprüfen soll und wie das bewiesen oder widerlegt werden soll, darüber schweigt sich die Merkel-Regierung jedoch aus.

Diese Regelung soll fester Bestandteil des neuen EU-Migrationspaktes werden. Soll heißen: Migranten, die illegal nach Deutschland eingereist sind, gefälschte Papiere vorgelegt haben oder mit mehreren Identitäten hier im Land leben, dürfen reichlich Familienangehörige nachkommen lassen. In das Land, das weltweit nach wie vor mit den üppigsten Sozialleistungen lockt.