Kristina Schröder: Auch der Islam spielt bei der Migranten-Gewalt eine Rolle

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Man müsse das Thema frei und offen ansprechen dürfen

Die ehemalige Bundestagsabgeordnete (2002-2017) und Ex-Bundesfamilienministerin (2009-2013) Kristina Schröder (CDU) hat als Kolumnistin der »Welt« nun ein heißes Eisen angepackt. Es geht um den Islam und dessen Rolle bei der Gewalt von Migranten in Deutschland.

Frau Schröder wehrt sich dagegen, dass man in Deutschland nicht mehr frei und offen über das Thema Migranten-Gewalt reden dürfe. Wichtige Themen müssen angesprochen werden.

Immerhin gebe es inzwischen von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bis zum Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer oder dem Vertreter der Kurdischen Gemeinschaft und Präsidenten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände Ali Ertan Toprak ein breites Spektrum von wichtigen Personen, die erkennen und benennen, dass die Gewaltbereitschaft von Migranten höher
ist, als die der einheimischen Bevölkerung.

Kristina Schröder stellt klar, dass dieses Thema komplex sei und man es nicht auf wenige Ursachen reduzieren dürfe. Es gehe auch nicht um Pauschalurteile. Natürlich spielen auch soziale Hintergründe wie Bildung und Einkommen eine Rolle.

Dennoch: Ein wichtiger Faktor sei auch der Islam, stellt sie klar. Der Islam habe keine Phase der Aufklärung erlebt wie das Christentum. Während im Christentum Aufklärung, Humanismus und die Entwicklung demokratischer Ideale Hand in Hand gingen, fehlt so etwas in der islamischen Welt, fasst Schröder zusammen.

Besonders problematische seien die Vorstellungen von Ehre, allgemein und die Ehre der Familie. Wenn die Ehre der Familie durch Beleidigungen oder Fehlverhalten beschmutzt ist, muss die Ehre wieder hergestellt werden. Die Familie muss die befleckte Familienehre wieder herstellen. Und das, so erklärt Schröder sinngemäß, geschehe oft auch mit Mitteln der Gewalt.

Kristina Schröder wehrt sich dagegen, Christentum und Islam gleich zu stellen. Beide Religionen seien zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Kontexten entstanden.