Krawalle nach islamkritischer Demonstration in Kopenhagen

Foto: Youtube (Screenshot)

23 Festnahmen nach Auftritt des Islamkritikers Rasmus Paludan

In Kopenhagen kam es zu schweren Krawallen. An sechs verschiedenen Orten der dänischen Hauptstadt wurden Brände gelegt, dabei Müllcontainer ebenso angezündet wie Autos. Elf Personen nahm die Polizei fest, nachdem sie am Mittwoch im Stadtteil Nörrebro wild mit Feuerwerks- und Knallkörper um sich schossen. Am Ende wurden es insgesamt 23 Festnahmen.

Zum Anlass genommen wurde eine Demonstration des dänischen Islamkritikers Rasmus Paludan, der im Rahmen seiner Kundgebung öffentlich einen Koran verbrannte. Daraufhin entwickelten sich aus einer Gegendemonstration heraus Krawalle und Auseinandersetzungen mit Polizeibeamten.

Die Polizei untersagte Paludan unterdessen, im Polizeibezirk Kopenhagen bis auf weiteres Demonstrationen abzuhalten, da diese eine Gefahr für den öffentlichen Frieden darstellen würden. Paludan tritt regelmäßig in ganz Dänemark unter großem Polizeiaufgebot auf, um vor dem Islam als Bedrohung für die Freiheit zu warnen

Ein 19-jähriger Mann kam am Mittwoch in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, an dem ursprünglich geplanten Demonstrationsort eine Handgranate abgelegt und in einer auf dem Asphalt hinterlassenen Botschaft Paludan den Tod gewünscht zu haben.