Jusos rufen mit codierten Hass-Postings zu Erschießungen auf

Recherche, Scans, Arbeitsleistung gestiftet von: Bernd Schwabe in Hannover, CC BY 3.0

Linker Hass im freien Lauf

Es gehört mittlerweile zu den Standardübungen linker Politiker, ihren Kritikern Hass zu unterstellen. Dabei sind es Linke, die immer wieder Hass-Botschaften verbreiten. Das reicht von den Erschießungsphantasien der Links-Faschisten aus der Ex-PDS bis zu den Jusos.

Bengt Rüstemeier ist so ein Juso. Er gehört laut Bild-Zeitung erweiterten Landesvorstand der Berliner SPD-Jugendorganisation. Und er ließ seinen Gefühlen und Wünschen bei Twitter freien Lauf. Eines unterscheidet ihn jedoch von anderen Hasspredigern: Er kodierte die Botschaft.

Daher heißt es bei ihm: »Jungl1b€ra£€ €r5h007€n wann?« oder »Ein v€rm1€7€rschw€!n persönlich zu €rsh0073n kann hilfreich sein aber, aber muss nicht notwendig voraussetzung sein.« Die Kodierung ist auf dem Niveau der alten SPD-Vorstandsvorsitzenden: € steht für e und 1 für i.

Entschlüsselt wird aus den Tweets dann eine linke Parole: »Jungliberale erschießen wann?« – »Ein Vermieterschwein persönlich zu erschießen kann hilfreich sein aber, aber muss nicht notwendig voraussetzung sein.« Eine Verschlüsselmethode, die auch von Neonazis angewandt wird, wenn sie auf ihren Führer verweisen.

Und wenn ich schon mal dabei bin, muss sich der Jungsozialist gedacht haben, dann kann ich auch gleich noch einen von Amazon erledigen zu lassen. Bezogen auf Amazon-Gründer Jeff Bezos schreibt Rüstemeier: »sollte jeff bezos eines tages unerwartet den folgen einer sprengstoffverletzung erliegen, käme ich nicht umhin, eine klammheimliche freude zu verspüren.« – Klammheimliche Freude haben einige Linke in den 1970er Jahren nach den Morden durch die Terror-Kommandos der Roten Armee Fraktion geäußert.

Nun weiß jeder halbwegs politisch Gebildete, dass Erschießungen zum Rüstzeug linker politischer Machtkonzepte gehören – wundern sollten die Mordsphantasien des Jusos also keineswegs.

Was aber verwundert ist, dass Twitter, sonst um Sperrungen nicht verlegen, dem Juso offenbar reichlich Raum lässt. Und auch die Relativierer seiner Hass-Botschaften kommen schamlos zu Wort.

Denn auch die gibt es reichlich: Jusos, die sich mit Bengt, wie sie ihn nennen, solidarisieren. Sogar ein Hash-Tag #SolidaritätMitBengt wurde kreiert. Man begegnet Kommentaren wie: »Ich lese nur konkrete Lösungsansätze zur Bekämpfung der Gentrifizierung« oder »Sind Vermieter keine Blutsauger oder habe ich da was verpasst?«

Aus der Führungsetage hört man nur Schweigen. Eine Distanzierung von den Mordphantasien ihres Mitglieds hat der Berliner Juso-Verband bereits nach wenigen Stunden wieder gelöscht.

Bei diesem Klientel sind die Massen- und Völkermorde linker Regime kein Wunder.