Jede Menge Strafanzeigen gegen Geisels »Brutalo-Polizisten«

Screenshot Youtube Bild

Vorwurf: Körperverletzung und schwere Körperverletzung im Amt

Es sind die Bilder, die von den regierungsnahen Medien wie ARD, ZDF und anderen zunächst gar nicht übertragen worden und auf die jene Medien jetzt nur äußerst widerwillig und nicht frei von verfälschenden, relativierenden oder frei erfundenen Situationsdarstellungen eingehen: eine reifere Frau, die von einem martialisch ausgestatteten Berliner Bereitschaftspolizisten mit einem gezielten harten Schlag gegen Hals und Oberkörper auf die Straße niedergestreckt wird; ein kleiner, höchstens zehn Jahre alter Junge, der zu seiner Mutter möchte und von einem ebenfalls wie ein Navy-Seal ausgerüsteten Berliner Bereitschaftspolizisten rabiat ins Gesicht geschlagen wird; ein schmächtiger, junger Mann, der von vier jener Möchtegern-Rambos, die aussehen, als wollten sie in den Krieg ziehen, erst niedergeknüppelt, dann zu Boden geworfen und dessen blutverschmiertes Gesicht dann auch noch von zweien dieser »Helden« in den Straßendreck gedrückt wird.

Diese Bilder sind es, die die Mainstreammedien verschweigen, die sich aber in diversen Netzwerken verteilt haben. Der UN-Folterbeauftragte Nils Melzer hat sich eingeschaltet und strebt eine vollständige Aufklräung dieser Hintergründe an. Doch auch viele Bürger im ganzen Land sind entsetzt, dass der Innensenator Andreas Geisel von der SPD seine Bereitschaftspolizisten mit derartiger Brutalität gegen die eigenen Landsleute vorgehen lässt. Eine Welle von Strafanzeigen wegen Körperverletzung im Amt und schwerer Körperverletzung im Amt ist sowohl gegen jene »Brutalo-Polizisten« (ein in der Zwischenzeit geflügelter Begriff in jenen Netzwerken) wie auch gegen den Innensenator erstellt worden.

Eines sollte beim Anblick jener schockierenden Bilder nicht vergessen werden: diese wenigen brutal vorgehenden uni(n)formierten Schläger repräsentieren keinesfalls das Gros der Polizisten, die an sieben Tagen der Woche 24 Stunden lang ihren Dienst an und für die Bevölkerung versehen. Die in zugigen Revieren mit uralter Ausstattung und technisch überalteten Fahrzeugen dafür sorgen, dass zumindest noch ein Minimum an Recht und Sicherheit in diesem Land aufrecht erhalten wird. Diese wenigen »Brutalo-Polizisten« sollten es nicht schaffen, einen Keil zwischen die Bevölkerung und die in großer Mehrheit anständigen, wackeren Polizisten auf den Revieren und anderen Dienststellen zu treiben.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Geisels »Brutalo-Polizisten« in dieser Form auffällig werden. Das Titelbild dieses Beitrages zeigt einen Screenshot von einer Demonstration vor fast genau einem Jahr. Sogar die »Bild« sprach damals von »brutalen Szenen«. Eine Aufklärung erfolgte damals nicht, die Vorgänge wurden vertuscht, verschleiert, unter den Tisch gekehrt. Es bleibt zu hoffen, dass der Einsatz des UN-Folterbeauftragten dieses Mal Licht in die Sache bringt und alle Beteiligten von den einzelnen Polizisten über die Einsatzleitung bis hin zum letztlich verantwortlichen Innensenator zu eben jener Verantwortung zieht.