Islamrat will Steuergelder zur Moscheenrettung

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Spenden seien durch Corona-Krise weggefallen

Kirchen, Moscheen und Synagogen sind derzeit wegen der diversen im Zuge der Corona-Krise getroffenen Maßnahmen geschlossen. Das bedeutet für die jeweiligen Gemeinden logischerweise ein Wegfall an den bei den Gottesdiensten obligatorischen Spenden.

Für die jüdischen Gemeinden im Land ist die Sperrung der Synagogen zur Ausübung ihres Glaubens von geringerer Bedeutung. Sobald das »Minjan« (zehn erwachsene Männer) erreicht ist, können die gemeinsamen Gebete auch zuhause stattfinden. Allerdings stellt die Sperrung einen massiven Einschnitt in das soziale Leben der Gemeinden dar. Die Synagoge ist mehr als auschließlich ein Ort des Gebets; sie ist das kulturelle, soziale und religiöse Zentrum der Gemeinde. Nach den Gebeten Schacharit, Mincha und Maariw wird in der Regel eine kleine Sammelbüchse, die Zedaka-Büchse, herumgereicht, in der Geld gesammelt wird. Diese Einnahmen fallen bei den jüdischen Gemeinden weg, Klagen oder Forderungen nach Unterstützung durch Steuergelder hört man vom Zentralrat der Juden oder anderen jüdischen Gemeinden aktuell nicht.

In Kirchen werden Spenden nach den Gottesdiensten in am Kirchentor aufgestellten Sammelbüchsen eingesammelt oder es wird der Klingelbeutel durch die Reihen der Gläubigen gereicht. Auch für diese Gemeinden fallen die Spenden weg, doch weder die Evangelische noch die Katholische Kirche in Deutschland hat bisher um Unterstützung aus dem vom Steuerzahler gefüllten Topf ersucht.

Das aber verlangt der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland. Dessen Vorsitzender Burhan Kesici will Geld aus dem Steuertopf des Bundes respektive der Länder, weil auch in den Moscheen die Spenden weggefallen sind. Gibt es kein Steuergeld, so könnten die Mieten und auch die Imame nicht mehr bezahlt werden, so die Argumentation. Das wäre vor allem im Hinblick auf den am 23. April beginnenden Ramadan ein echtes Problem, so Kesici weiter.

Ein Schelm, der eine Verbindung zwischen dem Beginn des Ramadans und die derzeitige Terminierung der Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung auf den 20. April sieht..