»Heldenbegräbnis« für islamistischen Terroristen in Tschetschenien

Fotomontage / Quelle: Private Aufnahmen

Abdullakh Anzorov ermordete den französischen Lehrer Samuel Paty

Hunderte Korangläubige begleiteten das Begräbnis von Abdullakh Anzorov in seiner tschetschenischen Heimat. Der islamistische Terrorist und Mörder hatte im vergangenen Oktober den französischen Lehrer Samuel Paty brutal ermordet und geköpft. Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen und der darauffolgenden Festnahme wurde Anzorov von der französischen Polizei erschossen. Nun bekam er in seiner Heimat ein »Heldenbegräbnis«.

Nun, zwei Monate nach dem islamisch motivierten Mord, wurde der Leichnam des Mörders in die Heimat gesendet. Dort wurde er zu Grabe getragen, begleitet von lautstarken, stakkatoartigen Allahu Akbar-Rufen. Sie offenbarten die angebliche Religion des Friedens, in dem sie den Mörder als »Löwen des Islam« bezeichneten und als Vorbild anpreisten. In seiner Heimatstadt Shalazi soll sogar eine Straße nach ihm benannt werden.

In der islamischen Welt wird das Video des Begräbnisses massiv verbreitet. Kommentare bezeichnen Anzorov als Märtyrer, dem es nachzueifern gilt. Der hatte die Vorbereitung zu seinem Mord an dem Lehrer aufgezeichnet und vor seiner Tat im Netz verbreitet. Selbst nach seinem feigen, brutalen Angriff fand er noch Zeit, jede Menge Nachrichten zu versenden, bevor die französische Polizei dem Spuk ein Ende setzte.

Islamistenführer aus Tschetschenien erklärten, dass man »nicht schweigend und untätig zusehen werde, wie Atheisten unsere Religion beleidigen«. Russische und französische Sicherheitskräfte gehen davon aus, dass weitere islamistische Terrorakte folgen werden. Vor allem die russische Polizei hat die Alarmstufe in Tschetschenien erhöht, nachdem wenige Tage vor dem Mord zwei Polizisten in der Regionalhauptstadt Grosny von tschetschenischen Milizionären ermordet wurden.