Deutschland »besonders hohem Terror Risiko ausgesetzt«

Kujtim Fejzulai erschoss am 2.11. in Wien vier Menschen; ausgebildet wurde er in Osnabrück. Bildquelle: Instagram

Wien-Attentäter in Osnabrück ausgebildet

Der IS-Attentäter von Wien wurde in NRW radikalisiert, bevor er im November vier Menschen tötete, wie der Focus berichtet. Mindestens 144 als »Flüchtlinge« getarnte Terroristen haben seit 2011 mindestens 182 Europäer umgebracht, so Radikalisierungsforscher Sam Mullins.

Zwischen 2011 und 2017 hat die EU 4.558.005 Asylanträge verzeichnet, die International Organization for Migration (IOM) spricht im selben Zeitraum von 2.238.398 Migranten, die auf dem Seeweg nach Europa gekommen sind, hauptsächlich über Italien und Griechenland.

Die islamistische Szene in Deutschland umfasst laut Bundesamt für Verfassungsschutz 28.020 Personen (Stand Juli 2020), davon werden 630 vom Bundeskriminalamt als sogenannte »Gefährder« eingestuft und 510 als Unterstützer, die »bereit sind, bei der Vorbereitung einer politisch motivierten Straftat von erheblicher Bedeutung logistisch zu helfen oder zu unterstützen«, insgesamt 1140. 2017 waren es noch 720 »Gefährder« und 840 Unterstützer, insgesamt 1560. Davon hatten 362 einen Antrag auf Asyl gestellt.

Der Anführer der Pariser Terroranschläge vom 15.11.2015 Abdelhamid Abaaoud berichtete kurz vor seinem Tod am 18.11. seinem Cousin von 90 IS-Kämpfern, die nach Europa eingeschmuggelt worden waren. 2017 führte Interpol eine Liste von 173 IS-Kämpfern, die sich in Europa aufhalten sollten, 2018 veröffentlichte Interpol eine Liste von 50 tunesischen Terrorverdächtigen, die per Schiff in Sizilien angekommen sein sollten.

Obwohl über ein dutzend europäische Länder Terroristen als Asylbewerber beherbergt haben, entfiel der Löwenanteil auf Deutschland, so Mullins. »Da Deutschland am meisten Asylbewerber aufgenommen hat, ist es einem besonders hohen Risiko ausgesetzt.«

Im April 2020 wurde in Nordrhein-Westfalen eine Zelle der Terrormiliz IS ausgehoben, die . Anschläge auf amerikanische Militärbasen in Deutschland und einen Mordanschlag auf einen Islamkritiker geplant haben sollen. Ebenfalls im April tötete ein sudanesischer »Flüchtling« in der Nähe von Grenoble zwei Menschen und verwundete fünf mit einem Messer.

Im Mai 2020 wurde der britische Staatsbürger Abdel-Majed Abdel Bary in Almeria, Spanien verhaftet, der sogenannte »IS-Rapper«, der sich u.a. in Syrien mit den abgetrennten Köpfen seiner Opfer fotografieren ließ.

Am 20. Juni griff der Libyer Khairi Saadallah zwei Gruppen von Menschen in einem Park in Reading, UK mit einem Messer an und tötetet drei. Obwohl er »Allahu Akbar« rief und der Polizei sagte, er habe »Dschihad« begangen, räumten die Behörden erst im November ein, dass es sich um einen Terroranschlag gehandelt habe.

Auf der Berliner Stadtautobahn rammte der irakische »Flüchtling« Sarmad A. am 18. August 2020 Autos und Motorradfahrer und verletzte sechs Menchen, mutmaßlich aus terroristischen Motiven. Am 25. September verletzte ein Mann zwei Menschen vor dem ehemaligen Bürogebäude der Satirezeitschrift »Charlie Hedbo« in Paris.

Am 4.10. erstach der 20-jährige syrische Asylbewerber und bekannter Gefährder Abdullah Al H.H. in Dresden zwei homosexuelle Touristen aus NRW. Am 16.10.2020 wurde der Lehrer Samuel Paty vom tschetschenischen Terroristen Abdulzakh Anzorov in geköpft, nachdem eine Schülerin ihn verleumdet hatte. Am 29.10. tötete der tunesische Aslybewerber Brahim Aouissaoui in einer Kirche in Nice drei Menschen, wobei er eine 60-jährige Kirchgängerin, einen 54-jährigen Kirchdiener und eine 44-jährige brasilianische Mutter zu köpfen versuchte.

In Wien erschoss der albanische IS-Terrorist Kujtim Fejzulai am 2.11.2020 vier Menschen, darunter die 24-jährige Münchener Kunststudentin Vanessa Preger-McGillivray. Wie der Focus diese Woche berichtet begann seine Radikalisierung und Terrorausbildung in der muslimische Gemeinde in NRW.

»Hier herrschen Sharia und Allahu Akhbar riefen die Verbündeten zu Beginn der Events«, schreibt der Focus über die IS-Szene in Osnabrück. »Im Chat tönte ein Veranstalter, dass Muslime immer trainieren müssten, um die Kuffar (Ungläubigen) kaputt zu machen

Trotz »Lockdown« und Corona-bedingten Grenzschließungen beantragten 102.581 Menschen im Jahr 2020 Asyl in Deutschland, wie das BAMF berichtet.