Clan-Mitglieder feiern trotz Corona-Einschränkungen

Darkone (talk · contribs) / CC BY-SA

Feiern und Verfolgungsjagden

Nachdem in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag die Mutter des Clan-Chefs Issa Remmo verstorben war, haben sich etwa 100 Mitglieder der Großfamilie am Mittag in der Villa getroffen. Die Berliner Polizei forderte die anwesenden Personen, die nicht gestattete Versammlung umgehend aufzulösen. Der Aufforderung kamen die überwiegend arabisch-stämmigen Personen nicht nach. Gegen 13 Uhr schritten die Einsatzkräfte ein.

Der Einsatz dauerte bis in die beginnende Dämmerung. Die Einsatzleitung suchte immer wieder das Gespräch mit den Clan-Mitgliedern. Intern wurde das langsame und wenig konsequente Vorgehen der Polizei kritisiert, da mit einbrechender Dunkelheit die Gefahr für die eingesetzten Polizisten deutlich ansteige. Am Abend war die Zahl der Personen endlich auf 12 reduziert, was den geltenden Regeln entspricht.

Ein Sprecher der Polizei brachte sein Verständnis für die Feiernden zum Ausdruck, als er gegenüber Der Welt erklärte: »Wir haben natürlich Respekt vor der Trauer von Angehörigen, die einen geliebten Menschen verloren haben.« Zugleich verwies der Sprecher auf die in Zeiten von Corona geltenden Regeln.

Zuvor war die Polizei bereits vor dem Krankenhaus, in dem die Mutter des Clan-Chefs verstorben war, im Einsatz gewesen. Um 7 Uhr morgens war der Leichnam der Frau abgeholt worden. Zu dieser Zeit befanden sich etwa 50 Personen arabischer Herkunft vor dem Eingang der Klinik.

Auf dem Weg in die Klinik, hatten sich in der Nacht bevor die Frau verstarb, arabisch-stämmige Personen, in Berlin-Neukölln Autorennen mit der Polizei geliefert. Dabei raste der Fahrer eines Porsches durch eine Geschwindigkeitskontrolle, überfuhr zwei rote Ampeln und konnte der Polizei entkommen.

Kurz darauf kam es zu einer weiteren Verfolgungsjagd. Der 18-jährige Fahrer eines VW beschleunigte an einer Polizeikontrolle, konnte zunächst entkommen und wurde in der Nähe des Krankenhauses gestoppt. Im Fahrzeug saßen drei Personen. Der Fahrer wurde festgenommen. Von den beiden anderen Personen wurden Personalien aufgenommen. Im Wagen wurde ein Messer sichergestellt.

Die Polizeikontrolle sei gut sichtbar gewesen, erklärte die Polizei. Trotzdem habe der Fahrer den Wagen nicht angehalten. Statt dessen habe er beschleunigt. Ein Polizist konnte sich nur durch Wegspringen in Sicherheit bringen und wurde an der Hand verletzt.

Der Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, betonte die Schwere des Vorfalls: »Wer sich einer Verkehrskontrolle entzieht und nicht davor zurückschreckt, einen Menschen umzufahren, begeht ein versuchtes Tötungsdelikt.« Vermutlich in Richtung Rot-Rot-Grünen Berliner Senat ergänzte er: »Wer das anders sieht und klein redet, pflegt genau die falsch verstandene Toleranz, die uns zu den heutigen Problemen bei arabischen Clans in der organisierten Kriminalität gebracht hat